Archiv: Das richtige Umgangsmodell für Väter

März 2021

Schon wieder beginnen wir mit einer eigentlich falschen Überschrift. Die Frage muß lauten: "Was ist für mich das richtige Umgangsmodell?"
Es kann also keine allgemeingültige Antwort geben. Eine solche kennen ansonsten in der Regel nur Familiengerichte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In diesen Kindesmißhandler-Ländern scheint man als ideale Lösung für ein Umgangsmodell nur das zu kennen, was wir das "14-Tage-Besuchsonkelmodell" nennen. Das wird weder Vätern noch Kindern gerecht, sondern dient allenfalls dazu, einen Zahlesel zu benennen, der verhindert, daß Mutti dem Staat auf der Tasche liegt. Mit Kindeswohl hat das selbstredend nichts zu tun. Das taugt in diesen Ländern daher auch nur als leere Worthülse in Familiengerichtsverhandlungen. Vielleicht liegt es ja auch an diesem ganz besonderen Kindeswohlverständnis, daß in diesen Ländern die Geburtenraten der schon länger dort Lebenden sich auf geradezu unterirdischem Niveau bewegen. Die erst kürzlich dort eingereisten "Menschen" haben das mit dem Familienrecht tragischerweise noch nicht kapiert und vögeln munter weiter. Den ersten geht gerade langsam ein Licht auf. Sie werden unsere Kunden von morgen sein - doch das ist ein anderes Thema.

Kommen wir also zurück zum Kindesumgang (im Schweizer Familienrecht "persönlicher Verkehr" genannt) und der Frage nach dem richtigen Umgangsmodell. Da erleben wir doch tatsächlich immer wieder Väter, die anfangs genauso verlogen sind wie die Staatsmaschinerie. "Ich möchte ein Wechselmodell, weil ich dann keinen Unterhalt zahlen muß." Hallo, sieht Kindeswohl so aus? Definieren wir unsere Kinder ernsthaft nur noch über Geld?
Mancher unserer Berater würde dem Kunden da gerne antworten: "Wenn das Dein Verständnis von Kindern ist, sollte Dir sofort der Schwanz abfaulen, damit Dir solche Unfälle nicht mehr passieren!"
Wer keine psychologischen Wracks hinterlassen möchte, sollte sich also besser fragen: "Wie kann ich ein guter Vater sein?" und "Welches Umgangsmodell paßt zu meinen Werten?".
Das sollte sich ein Vater schon während der Partnerschaft fragen, und umso mehr noch nach der Trennung. Kinder wollen und brauchen beide Elternteile. Daß sich die zwei Elternteile nicht mehr viel zu sagen haben (und sich deshalb ja auch getrennt haben), ist hierfür ziemlich unerheblich. Die persönlichen Vorstellungen dürfen ruhig unterschiedlich sein. Es genügt ein Minimum an erzieherischen Grundwerten und Absprachen bez. der Wechsel von Mutter zu Vater und zurück, mehr nicht.

Das viel zitierte Wechselmodell oder Doppelresidenzmodell ist zwar in der Tat die Umsetzung der vollen Gleichberechtigung von Mann und Frau, Vater und Mutter, aber sicher nicht die beste Lösung für alle Männer. Wer vorher schon nicht viel mit Kindererziehung anfangen konnte, wird es nach der Trennung i.d.R. auch nicht. Das ist keine Kritik und auch kein Manko. Nicht jeder Vater ist zum Vollzeitbespaßer hosenscheißernder Kleinstkinder geboren! Das muß mann realistisch sehen. Nicht jeder Mann ist bereit, beruflich so weit zurück zu stecken, daß die große Karriere und Selbstverwirklichung darunter leidet. Und schließlich gibt es Berufe, die es von vornherein praktisch unmöglich machen, einen hälftigen Anteil an Kindererziehung zu leisten.
Hier muß also jeder Vater für sich die Prioritäten setzen, um dann zu einer sinnvollen Entscheidung zu kommen. Alles andere ist Wunschdenken, das - selbst wenn es beim Familiengericht durchginge - schon wenige Wochen und Monate später an der Realität der praktischen Umsetzung scheitern würde.
Diese Entscheidung für sich selbst zu treffen, ist vielleicht der wichtigste Schritt überhaupt. Er hat tiefgreifende Auswirkungen auf das künftige Leben der Kinder, vor allem aber auf die eigene Psyche. Wir helfen dabei, hier in die richtigen Bahnen zu finden. Ein Wechselmodell als schnelle Lösung á la "Unterhaltsprellen einfach gemacht" taugt jedenfalls weder für Väter noch für Kinder.

Hat man bis hierhin Klarheit für sich selbst geschaffen, kommt der oftmals frustrierende Weg der Umsetzung über Jugendamt, Verfahrensbeistand und Umgangsverfahren beim Familiengericht. Da Umgang / persönlicher Verkehr und Kindesunterhalt / Alimente eng miteinander verbunden sind, kommt nun mal leider die schon eingangs erwähnte Geldmotivation ins Spiel und rückt sehr häufig in den Vordergrund der gerichtlichen Diskussionen. Von Rechtsanwälten ist an dieser Stelle übrigens überhaupt keine Hilfe zu erwarten. Auch die Helferindustrie in Form von Jugendamt, KESB (Schweiz), Wohlfahrt (Österreich), Gutachtern, Psychologen, Kinderschutzbund, Caritas & Co. verfolgen in den seltensten Fällen das Kindeswohl als Ziel. Die Finanzierung des eigenen, am Staatstropf hängenden Ladens oder gar politische und ideologische Leitlinien, wie die Umsetzung der feministischen Weltherrschaft und ähnlicher bullshit, sind so ziemlich das letzte, woran ein Scheidungsvater bei der Festlegung des Kontakts zu seinen Kindern denkt.
Die Methoden und Argumente, mit denen die selbsternannten Kinderversteher ihre Strategien dann umsetzen, kann man nur noch "schäbig" nennen: Umgangsverweigerung, Umgangsaussetzung, Annäherungsverbot, Falschbeschuldigungen, Entzug des Sorgerechts, Kindesentführung, haarsträubende Vorwürfe á la "Vater hält sich nicht an Umgangsvereinbarung", "Kinder wollen keinen Kontakt zum Vater", "Kinder brauchen Ruhe" usw. Dies ist der Anfang vom Ende des Kindesumgangs. Es folgen Eltern-Kind-Entfremdung ("PAS", "Parental Alienation Syndrome") und damit unweigerlich die staatlich organisierte, psychische Ruinierung von Kindern.

In diesen Fällen helfen in der Tat die besten Motive des Vaters, nämlich Verantwortung für seine Kinder zu übernehmen, nichts. Wenn die Kindesmutter nicht will, daß der Vater Vater ist statt nur Erzeuger, hat man vor deutschsprachigen Gerichten einen schweren Stand.
Wir sehen es als unsere Aufgabe an, genau solchen Vätern weiterzuhelfen. Gemeinsam finden wir die Druckmittel, um - wenn schon nicht den richtigen Umgang zu erzwingen - dafür zu sorgen, daß ein Vater nicht auch noch finanziell und psychisch dabei zugrunde geht. Und manchmal passieren Wunder.


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