11. Aktuelles

Hier nehmen wir Stellung zu aktuellen Themen, die auf irgendeine Art und Weise unser Beratungsgebiet "Hilfe für Männer und ihre Probleme mit Beziehung, Partnerschaft, Trennung und Scheidung" berühren.

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Oktober 2019
Unterhaltspreller und die Gefahr der Unterhaltspflichtverletzung

Das deutschsprachige Familienrecht sieht für einen Mann im Rahmen einer Trennung oder Scheidung nur eine Aufgabe vor: möglichst lange und ohne zu maulen den Zahlesel für die liebe Ex-Frau zu machen, egal ob er das Geld dazu hat oder nicht. Das mag jetzt ironisch, sarkastisch, überspitzt oder unglaubwürdig klingen. Jeder Betroffene macht aber fast immer genau diese Erfahrung und wundert sich, daß sein Umfeld es ihm oftmals nicht glauben will. Für maennerscheidung.info ist es die tägliche Beratungspraxis, die uns zeigt, daß die Realität häufig noch viel schlimmer ist, als die "Delinquenten" sich das in ihren wüstesten Albträumen vorgestellt hatten.
In diesen Träumen kommt selten vor, was für Familienrichter gängiger Alltag ist: Nämlich einem Mann sogar Geld wegzunehmen, das er gar nicht hat! Wer also noch schlechter träumen und schon 'mal wissen möchte, wie das geht, schlägt z.B. bei WikiMANNia das Stichwort fiktives Einkommen nach.

Gar mancher Mann hat da irgendwann die Schnauze voll und möchte nicht mehr den braven Zahldeppen machen; dies umso mehr, wenn seine Ex ihm womöglich noch den Umgang mit seinen Kindern verweigert, während sie sich mit der leistungsfrei erworbenen Kohle einen schönen Tag im Kreis ihrer mitlachenden Scheidungsfreundinnen macht. Da platzt dem letzten Pudel der Kragen und er beschließt, ein Unterhaltspreller zu werden. Die Arbeit kündigt man eben einfach und man legt sich ebenfalls auf die faule (Hartz IV) Haut.

Wo man sich bei einer Frau sofort in Opfer-Mitleid ergehen würde, erwartet den säumigen männlichen Unterhaltszahler schnell eine ganz andere Erfahrung: eine Klage wegen Unterhaltspflichtverletzung. Auf Antrag der (finanziell) ausgetrockneten Ex oder ihres gierigen Rechtsanwalts wird flugs eine Strafanzeige (in der Schweiz "Verzeigung" genannt) gestellt. In Deutschland lautet die Grundlage hierfür §170 StGB, in Österreich §198 StGB und im Strafgesetzbuch der Schweiz §217.
Mit einschüchternder Rhetorik vermitteln uns Rechtsanwälte, Talkrunden, Politiker und (Möchtegern-)Experten, daß jedem eine empfindliche Strafe droht, der es wagt, die wie auch immer festgelegten Zahlungen an die Ex zu verweigern, egal was es ist: Kindesunterhalt, Trennungsunterhalt, Betreuungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Alimente, Mehrbedarf, Sonderbedarf und was man sich sonst als Frau so wünscht.

Im Unterschied zum üblichen Terror, den eine Trennung oder Scheidung so mit sich bringt, handelt es sich bei der Unterhaltspflichtverletzung jedoch nicht um eines dieser sonstigen, geradezu karnevalesken Familiengerichtsverfahren, sondern um ein richtiges Strafverfahren. Da gelten dann schon mal andere Regeln. Vor dem Familiengericht ist es bekanntlich völlig normal, daß gelogen wird, bis sich die Balken biegen. Man könnte geradezu meinen, Familienrichter seien in der Mehrzahl Masochisten, die es lieben, nach Strich und Faden verarscht zu werden. Das verwundert nicht, liegen sie doch in der richterlichen Hackordnung ganz am unteren Ende. Den Psychoscheiß in Scheidungsverfahren will nun wirklich kein Richter machen (zumal psychologische Inhalte nach wie vor nicht im Ansatz Bestandteil der richterlichen Ausbildung sind) und so sieht denn jeder, der halbwegs etwas kann, zu, daß er ein anderes Sachgebiet übernimmt. Am Familiengericht bleiben demzufolge häufig übrig: Blutjunge Häschen direkt von der Unibank oder Vollpfosten, die wirklich gar nichts auf die Rille kriegen.

Selbst wenn wir auch an Strafgerichten gelegentlich "Ochsen der Rechtsbeugung fliegen" sehen, muß man die Strafrichtertruppe doch i.d.R. Ernst nehmen.
In Männerforen, MGTOW-Zirkeln und Online-Ratgebern für Männer findet man zuweilen lustige "Tipps und Tricks", die den Ahnungslosen glauben machen sollen, wie einfach es doch sei, den fetten Zahlungen oder gar dem Knast zu entkommen.
Es kann durchaus Spaß machen zu pokern, doch wenn der Einsatz derart hoch ist, sollte sich kein Mann auf prahlerische Sprüche auf Stammtisch-Niveau verlassen, selbst wenn sie von mehrfach geschiedenen, öffentlich auftretenden Unterhaltspreller-Koryphäen oder -komödianten stammen. Das Risiko ist zu hoch, als Laie die Unterschiede zur eigenen Konstellation zu übersehen und dann ins Messer der Justiz zu laufen. Kein Fall ist wie der andere, und der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

Wer unser Leistungspaket 1 beauftragt, betreibt nicht nur eine wirkungsvolle Vermögenssicherung bei Scheidung (oder Trennung), sondern erhält die Gewißheit, daß wir von Anfang an darauf bedacht sind, strafrechtliche Schritte zu vermeiden. Wir liefern mehr als billige "Scheidungstricks für Männer"! Ohne zu viel Eigenlob versprühen zu wollen, scheinen wir damit recht erfolgreich zu sein. Wir kennen nur sehr wenige Fälle, wo es trotz unserer Beratung zu Strafanzeigen kam. Selbst dort, wo es der Fall war, wurden die Verfahren nach kurzer Zeit wieder eingestellt. Keiner unserer Kunden wurde bislang zu einer Strafzahlung wegen Unterhaltspflichtverletzung verurteilt oder mußte gar ins Gefängnis.
Wir sind zuversichtlich, daß wir diese Erfolgsquote auch in der Zukunft fortsetzen können.
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